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Müssen – weniger ist mehr

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Ich bin nun seit ca. 1 3/4 Jahren Papa. Eine Zeit, die so reich an Momenten & Erfahrungen ist & gleichzeitig wie im Flug vergeht. Ich setze mich sehr intensiv mit dem Vater sein auseinander & versuche mit stets zu informieren. Mein Anspruch an mich & meine Vater-Sohn-Beziehung zu Hugo ist dabei sehr hoch. Mein Ziel ist es, ihm auf Augenhöhe zu begegnen, ohne dabei eine stringente Erziehungsmethode zu verfolgen. Vielmehr lerne ich im Austausch mit meiner Frau & befreundeten Eltern, unserem Familienalltag, Fachliteratur, anderen Elternblogs sowie meinem Bauchgefühl. Hierbei fällt mir immer mehr auf, wie sehr wir den Begriff “Müssen” in unserer Kommunikation Hugo gegenüber verwenden.

Die Eltern-Kind-Kommunikation

Hugo befindet sich ja derzeit in seiner ersten großen “Autonomiephase”.

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Diese fordert uns, wie alle Eltern, immer wieder aufs Neue heraus.

Die Phase fordert (& fördert) aber auch unsere Geduld sowie unsere Kommunikation, da wir sehr darauf achten, sehr viel mit ihm zu reden.

Wir gehen auf seine Bedürfnisse in Konfliktsituationen ein & versuchen, ihm zu erklären, warum etwas gemacht, oder eben nicht gemacht wird.

Dabei habe ich bemerkt, dass wir (naturgemäß) sehr oft das Wort “Müssen” in unserer Argumentation verwenden.

  • Wir müssen jetzt Schuhe anziehen
  • Du musst bitte eine Mütze aufsetzen; es ist kalt draußen
  • Wir müssen jetzt los
  • Wir müssen noch Zähne putzen
  • Ich muss jetzt deine Windel wechseln

Ich finde, dass diese Art der Kommunikation sehr negativ rüberkommt. Es hat etwas von Zwang & ist wenig hilfreich für ein Kleinkind. Grade in einer Trotzphase geht es auch darum, Freiheiten & Grenen auszutesten bzw. auszuloten. Da ist es mir wichtig, ihm die jeweilige Situation zu erklären, um ihm so mittel- bis langfristig etwas mitzugeben, anstatt stressige Situationen möglichst schnell zu unterbinden bzw. das Kind aus dieser Situation, ohne erzieherischen Mehrwert, herauszuholen.

Alternativen zu “Müssen”

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Ich versuche inzwischen, in meiner Kommunikation mit Hugo, darauf zu achten, das Wort “Müssen” nicht zu verwenden.

Das erfordert natürlich viel Geduld & viel Kommunikationsbereitschaft. Ich wiederhole mich dann oft, im Wissen, dass er mich versteht. Selbstverständlich löst das nicht immer den Konflikt. Aber das gehört im Leben mit Kindern einfach dau… 🙂

Meine Vorschläge:

  • Bitte lass uns jetzt deine Schuhe gemeinsam anziehen, damit wir rausgehen können
  • Bitte setz deine Mütze auf, da es draußen kalt ist. Ich möchte nicht, dass du frierst
  • Wir sind mit … verabredet & wir würden uns sehr freuen, wenn du auch mitkommst
  • Lass uns bitte unsere Zähne zusammen putzen
  • Mit einer frischen Windel fühlst du dich gleich viel besser

Darüber hinaus wird dem Kind so auch gezeigt, dass es wertgeschätzt wird, seine Situation ernst genommen wird seine Bedürfnisse gesehen werden.

Sind Dir auch schon mal so “Kleinigkeiten” im Allag aufgefallen, die Du dann ändern konntest? Sag’s uns in einem Kommentar & teile Deine Tipps mit unseren Lesern.

LG, Richard & Hugo.
Über uns -> Richard & Hugo
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