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Betreuungsängste

…& wie die Realität in Deutschland aussieht, wenn man improvisieren muss. Zum Thema fehlender Kitaplatz & die damit verbundenen Betreuungsängste ist wohl hinreichend geschrieben worden. Doch wie sieht der Alltag mit Kind aus, wenn beide Elternteile arbeiten müssen. Wir zeigen Dir unseren Alltag, der nach Marens Elternzeit erstmal ohne Krippenplatz für Hugo von reichlich Improvisation geprägt ist.

Betreuungsängste – wie es dazu kam

In Deutschland läuft ja alles in vermeintlich geregelten Bahnen ab. So auch der Start der Kinderbetreuung. Dieser erfolgt immer nach den Sommerferien, da somit ein nahtloser Übergang in die spätere Schulzeit gewährleistet ist. Alles schön & gut. Doch was ist mit Kindern – wie unser Hugo – die z.B. im Februar geboren sind? Bei einer klassischen Rollenverteilung – Mann geht arbeiten, Frau geht 1 Jahr in Elternzeit – werden die Eltern nach einem Jahr vor ein Problem gestellt: was passiert mit meinem Kind in der Zeit bis zum Start eines neuen Betreuungsjahres im August/September? Immerhin ca. 6! Monate.

“Haben Sie niemanden im privaten Umfeld?”

In Maren’s Fall war das Ende ihrer Elternzeit mit einem Arbeitgeberwechsel verbunden. Unsere Information, dass sie als Mutter eines 1-jährigen Kindes dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen würde, bis ein Betreuungsplatz vorhanden ist, erwies sich leider als falsch. Ihre zuständige Vermittlerin wies sie wenig empathisch darauf hin, Hugo doch während ihrer Arbeitszeit im neuen Job anderswo, wie z.B. Oma & Opa, unterzubringen. Andernfalls würde sie keine Bezüge erhalten & ihr Mann, also meine Wenigkeit, wäre für sie in puncto Finanzen etc. verantwortlich. Dass das nur leider finanziell nicht möglich ist, spielt hierbei für Vater Staat keine Rolle.

Existenzängste vorprogrammiert

Uns stellte sich die Frage, wie wir zum einen von nur einem Gehalt leben sollten & zum anderen, wie wir Hugo’s Betreuung an den zwei Tagen sicherstellen sollten, an denen Maren in ihrem neuen Job arbeitet.

 

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Unsere “Lösung” gegen die Betreuungsängste

Aktuell sieht es so aus, dass ich glücklicherweise einen festen Tag Home-Office vereinbaren konnte. An diesem Tag kümmere ich mich um Hugo bzw. bringe ihn zu meinen Eltern. Den zweiten Tag, den Maren arbeitet, verbringt Hugo mit seiner anderen Oma. Eine Luxussituation, wenn auch improvisiert. Mein Tag Home-Office ist mit Mehrarbeit an den anderen Werktagen verbunden um keine Stunden einzubüßen. Die restliche Zeit mit den Großeltern will auch jede Woche gemeistert werden, da Hugo sich mit gut einem Jahr in einem Alter befindet, in dem er die Welt entdecken möchte & dementsprechend aktiv ist.

Wie viel Spaß es hierzulande macht, sich um einen Betreuungsplatz zu bemühen & wie der Ablauf ist, kannst Du in meinen Beiträgen “Krippenplatz – 1 Platz genügt, danke!” & “Krippengesuch – wenn Familien auf der Strecke bleiben” nachlesen. Slapstick pur, der Sozialstaat Deutschland macht’s möglich…

Mein Erfahrungstipp aus der Papa-Perspektive: mehr Wunsch als Tipp -> euer Arbeitgeber ermöglicht euch eine ausgeglichene Work-Life-Balance.

 Wie lief bei euch die Suche nach einem Betreuungsplatz ab?

Bis dahin, Richard & Hugo.

[Foto von Sandy Millar auf Unsplash]
Richard & Hugo
Richard & Hugo

Hier bloggt Richard – Vater von Hugo – über das Leben mit Kind aus der Papa-Perspektive. Werde ein Teil des Teams #papammunity

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2 Kommentare

  1. Ann-Kathrin
    21. Februar 2019 / 17:05

    Moin,

    Wir sind hier in Berlin bei 15 Kitas auf der Liste – jeder einzeln angerufen, angeschrieben, besucht, nachgehakt…
    Tatsächlich haben wir wohl einen Platz. In einer Kita, die wir als fast einzige nicht besichtigt haben und das jetzt erstmal tun #beberlin
    Es ist einfach nur verrückt.
    Mit einem Märzkind nehmen wir auch einige Monate unbezahlte Elternzeit in Kauf.
    Ein Spaß von vorne bis hinten 😑

    Liebe Grüße

    • Richard & Hugo
      Autor
      22. Februar 2019 / 8:27

      Hallo Ann-Kathrin, danke für Dein ausführliches Feedback. Wie ich das so aus den Medien entnehme, ist Berlin hier richtig gebeutelt. Du hast recht, es ist einfach nur verrückt & für uns ist hier einfach kein System, kein Plan zu erkennen. Wir drücken euch die Daumen, dass ihr gut aufgehoben seid & alles gut läuft. LG, Richard & Hugo.

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Über “Der Vater-Sohn Blog”

Der Vater-Sohn Blog ist ein Familienblog über das Leben mit Kind aus der Papa-Perspektive. Hugo & ich berichten aus unserem Familienalltag, unseren Familienreisen sowie unseren gemachten Erfahrungen. Ich nehme den Leser mit auf unsere Reise durch die Vorbereitungen des Papa werdens, durch die Schwangerschaft & die Geburt unseres Sohnes.

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